Leitung
Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Assistenz
Barbara Klett

Geschäftsleitung
Dr.-Ing. Thomas Keilig

Deputy SMO Director (Kalifornien)
Dr. rer. nat Bernhard Schulz

Standortleiter AFRC & SOFIA Teleskop Manager
Dipl.-Ing. Michael Hütwohl

Standortleiter ARC & und Facility Scientist
Dr. rer. nat. Jürgen Wolf

Technology Advisor
Prof. Dr.-Ing. Jörg Wagner

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. rer. nat. Dörte Mehlert


Deutsches SOFIA Institut
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 (0)711/685-62379
Fax +49 (0)711/685-63596
 

Fliegende Sternwarte SOFIA zu Gast am Stuttgarter Flughafen

Führungen durch das Flugzeug möglich – Erster Wissenschaftsflug über Europa geplant

3. September 2019; Dörte Mehlert (mehlert@dsi.uni-stuttgart.de)

Die fliegende Infrarotsternwarte SOFIA ist vom 15. bis 20. September 2019 am Flughafen Stuttgart zu Besuch. Sie landet am Sonntagmorgen (15.9.) gegen 7:00 in Stuttgart und fliegt am Freitag, den 20. September 2019, voraussichtlich gegen 10:00 wieder zurück zu ihrer Heimatbasis in Palmdale, Kalifornien.
Anlass dieses Besuchs ist die Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft „Mission to the Universe - From Earth to Planets, Stars & Galaxies“ an der Universität Stuttgart, zu der rund 250 Forscher aus aller Welt erwartet werden.



Führungen durch SOFIA
Während des Aufenthaltes können sich Interessierte SOFIA gut von der kostenfrei zugänglichen Besucherterrasse des Stuttgarter Flughafens ansehen. Darüber hinaus können sie sich für eine Führung durch das Observatorium anmelden. Die Anzahl an Plätzen ist begrenzt. Eine Anmeldung ist online erforderlich. Da das Flugzeug auf dem Vorfeld des Flughafens steht, sind für die Führungen die gleichen Sicherheitsprüfungen wie bei einem Check-in vor einem Flug notwendig. Eine Person kann bis zu fünf Interessierte gleichzeitig anmelden – sofern sie deren vollständige Namen und Geburtsdaten hat.
Führungen am 16., 17. und 19. September:
Dauer: ca. zwei Stunden
Online-Anmeldung: in zwei Etappen ab Donnerstag, 5. September, 7:00 Uhr, und 19:00 Uhr möglich.
>> hier geht es direkt zur Anmeldung!

 

Planetariumsshow und Ausstellung
In einem mobilen Planetarium mit Fulldome-Aufnahmen können Zuschauerinnen und Zuschauer einen virtuellen SOFIA-Mitflug inklusive der Vorbereitungen hautnah erleben. Eintritt frei.
Spielzeiten:
Montag, 16. September: 10:00, 11:30, 16:00 (ausgebucht) & 18:00 Uhr
Dienstag, 17. September:  10:00, 11:30 (englisch), 16:00 & 18:00 Uhr
Mittwoch, 18. September: 10:00 & 11:30 Uhr
Donnerstag, 19. September: 11:30, 16:00 & 18:00 Uhr
Dauer: 45 bis 60 Minuten
Ort: Flughafen Stuttgart, zwischen Terminal 1 & 1-West

Gruppenanmeldungen für Schulen (aller Art) sind für die Vormittagstermine möglich unter SOFIAatSTR@dsi.uni-stuttgart.de

Zudem erklärt eine Ausstellung mit Modellen, Videos und Informationsmaterialien die Besonderheiten des Observatoriums sowie die astronomische Mission der fliegenden Infrarotsternwarte allgemeinverständlich. Am 16., 17. und 19. September erläutern Schülerinnen und Schüler von Netzwerkschulen des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) der Universität Stuttgart die Besonderheiten von SOFIA und ihrer Mission unter anderem mit Infrarotexperimenten.
Zeit: 16. bis 27. September 2019
Ort: Flughafen Stuttgart, Terrassenebene im Terminal 3, neben dem Ausgang zur Besucherterrasse

Erster Wissenschaftsflug über Europa
Mit ihrem Besuch in Stuttgart verbindet SOFIA eine Premiere: Am 18. September hebt die fliegende Sternwarte kurz nach Sonnenuntergang (gegen 19:40 Uhr) vom Flughafen Stuttgart zu ihrem ersten wissenschaftlichen Beobachtungsflug über Europa ab. Während der rund zehn Stunden andauernden Mission führt die Crew mehrere astronomische Beobachtungen durch. Das derzeit am Teleskop montierte US-amerikanische Instrument HAWC+ kann kosmische Magnetfelder im Ferninfrarotlicht vermessen. So wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Beispiel die Umgebung des supermassiven schwarzen Lochs der Galaxie Markarian 231 im Sternbild Großer Bär untersuchen. Dabei erhoffen sie sich neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen den Magnetfeldern in der Scheibenstruktur um das schwarze Loch und den Radiojets – den stark gebündelten und beschleunigten Gasausströmungen senkrecht zu diesen Scheiben, die unter anderem intensive Radiostrahlung aussenden. Diese Beobachtung ist nur mit SOFIA möglich, denn kein anderes Observatorium kann Magnetfelder in diesem Wellenlängenbereich vermessen.

Ein Vorteil an einem Flug über Europa ist, dass sich SOFIA nördlicher als in ihrer südkalifornischen Heimat befindet. Je näher an den Polen die Infrarotsternwarte fliegt, desto weniger Wasserdampf ist in der Atmosphäre über ihr vorhanden – und desto besser sind die Beobachtungsbedingungen. Für die Rückkehr am Donnerstagmorgen um circa 5:30 Uhr, also kurz vor dem eigentlichen Betriebsstart des Stuttgarter Flughafens um 6:00 Uhr, hat das SOFIA-Team eine Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums Stuttgart von der geltenden Nachtflugbeschränkung bekommen.

Öffentlicher Vortrag
Ein für die Öffentlichkeit spannender Teil der Konferenz der Astronomischen Gesellschaft ist ein Vortrag. Unter dem Titel „Blick ins versteckte Universum – Highlights der fliegenden Sternwarte SOFIA“ berichtet Dr. Harold Yorke, Direktor SOFIA Science Mission Operations, über einige wichtige wissenschaftliche Neuentdeckungen von SOFIA und ihre Bedeutung für unser Verständnis des Kosmos. Darauf folgt eine kurze Präsentation der japanischen Astrophysikerin Dr. Yoko Okada von der Universität Köln über ihre Mitflug-Erlebnisse. Bei diesen hat sie unter anderem Daten für die Untersuchung des interstellaren Mediums in unserer Milchstraße gewonnen. Der deutsche Physiker und ESA Astronaut Prof. Dr. Reinhold Ewald moderiert die Veranstaltung.
Zeit: 19. September 2019, 20:00 Uhr
Ort: Hospitalhof, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

3 Fragen an Prof. Alfred Krabbe, Leiter des DSI


Dauer: 2:34 | © Universität Stuttgart | Quelle: YouTube

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SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301 und 50OK1701) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.