Beim Einsteigen

29. Oktober 2015 /

Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel nimmt an SOFIA-Wissenschaftsflug teil

Der Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel, startete in der Nacht zum Mittwoch vom NASA Armstrong Flight Research Center (AFRC) in Palmdale, Kalifornien zu einem Observationsflug an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA. Mit an Bord waren der Geschäftsführer des Stuttgarter Flughafens, Georg Fundel, der Leiter des Deutschen SOFIA-Instituts (DSI), Prof. Alfred Krabbe, sowie Prof. Stefanos Fasoulas vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart, an dem das DSI angesiedelt ist. Ziel der Beobachtungen waren die Andromedagalaxie (M31), die Walfischgalaxie (NGC4631-1) sowie der Mars, das Interstellare Medium der Milchstraße und das Sternentstehungsgebiet M42 im Orionnebel. Der Stuttgarter Rektor konnte als einer der ersten einen Blick auf die gewonnenen Daten werfen.

Der Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel, startete in der Nacht zum Mittwoch vom NASA Armstrong Flight Research Center (AFRC) in Palmdale, Kalifornien zu einem Observationsflug an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA. Mit an Bord waren der Geschäftsführer des Stuttgarter Flughafens, Georg Fundel, der Leiter des Deutschen SOFIA-Instituts (DSI), Prof. Alfred Krabbe, sowie Prof. Stefanos Fasoulas vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart, an dem das DSI angesiedelt ist. Ziel der Beobachtungen waren die Andromedagalaxie (M31), die Walfischgalaxie (NGC4631-1) sowie der Mars, das Interstellare Medium der Milchstraße und das Sternentstehungsgebiet M42 im Orionnebel. Der Stuttgarter Rektor konnte als einer der ersten einen Blick auf die gewonnenen Daten werfen.

 

Wolfram Ressel war von dem Flug begeistert: „Dass SOFIA ein höchst interessantes Projekt ist, war mir schon lange bewusst. Aber selbst mitzuerleben wie deutsche und amerikanische Forscher, Ingenieure, Techniker und Piloten hochkonzentriert und in exzellenter Teamarbeit aus jeder Minute der Nacht das Optimum für die Wissenschaft der Astronomie herausholen ... das ist mehr als beeindruckend.“
Schon in Juni 2007 hatte Ressel das Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie SOFIA in Kalifornien besucht. Seit Mai 2014 hat SOFIA nun die volle Betriebsbereitschaft erreicht, und so konnte die stark modifizierte Boeing 747SP am Dienstag, den 27. Oktober um 21:18 Ortszeit mit der prominenten Gruppe in die Stratosphäre steigen. Auf 13 Kilometern Höhe öffnete sich eine halbe Stunde später die drei auf vier Meter große Teleskoptür, und das Teleskop wurde zügig in Betrieb genommen. In dieser Flughöhe ist der Weg frei für die Beobachtung der infraroten Strahlung astronomischer Objekte, da der Blick nicht mehr durch den Wasserdampf in der Erdatmosphäre beeinträchtigt wird. Als wissenschaftliches Instrument war das Stuttgarter Field-Imaging-Far-Infrared Line Spectrometer, FIFI-LS, an das Teleskop montiert. DSI-Leiter Alfred Krabbe erläuterte die Funktionsweise dieses hochkomplexen Detektors: „FIFI-LS ist eines der wenigen astronomischen Instrumente, das ähnlich wie das menschliche Auge funktioniert und Konturen eines Objektes gleichzeitig mit seinen verschiedenen Farben wahrnehmen kann.“

Vor dem Flug besichtigte Ressel SOFIA und ließ sich von DSI Standortleiter Michael Hütwohl und seinem Team die Labore, Teststätten und Werkstätten zeigen. „Dass die DSI-Kollegen der Universität Stuttgart mit ihrem außergewöhnlichen Einsatz einen wesentlichen Teil zum alltäglichen und nächtlichen Gelingen der SOFIA Mission beitragen, macht mich ungeheuer stolz“, fasst Ressel seine Eindrucke zusammen.

ATUS bringt Weltraum direkt in den Hörsaal
Nach dem Flug übergab Ressel das Stuttgarter Instrument FIFI-LS offiziell an das SOFIA Programm Office. Ab Januar 2016 wird FIFI-LS dann - weiterhin mit Unterstützung des DSI – eigenverantwortlich von dem wissenschaftlichen SOFIA Zentrum betrieben. Auf der weiteren Reise weihte der Rektor in der Sierra Nevada in einer Höhe von rund 1400 Metern ATUS, das ferngesteuerte „ Astronomische Teleskop der Universität Stuttgart“ ein. Mit ATUS können Dozenten künftig nächtliche Beobachtungen aus Kalifornien live in die Hörsäle der Universität Stuttgart übertragen. „Eine hervorragende Möglichkeit für unsere Studierenden, die ferngesteuerte Prozesse, die für Weltraumsatelliten relevant sind, während ihrer Ausbildung unter realen Bedingungen zu testen“, stellt Wolfram Ressel fest. Auch eine Besichtigung des NASA Ames Research Center (ARC), wo das wissenschaftliche Zentrum von SOFIA angesiedelt ist, sowie ein Treffen mit dem stellvertretenden deutschen Generalkonsul in San Francisco, Johannes Bloos, standen auf dem Programm.

Kontakt: Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni-stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632

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