Fliegende Sternwarte SOFIA für großen Check in Hamburg

23. November 2017 /

Fliegende Sternwarte SOFIA für großen Check in Hamburg

Das fliegende Observatorium SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) ist am 20. November 2017 bei Lufthansa Technik eingetroffen.

Das fliegende Observatorium SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) ist am 20. November 2017 für eine planmäßige Instandhaltung bei Lufthansa Technik in Hamburg eingetroffen. Experten des Bereichs VIP & Special Mission Aircraft Services von Lufthansa Technik werden den C-Check an der besonderen Boeing 747SP durchführen.

Ein C-Check ist das größte Wartungsereignis eines Flugzeugs vor einer Grundüberholung. Im Fall von SOFIA wird das besondere Flugzeug nach den Vorschriften der NASA instandgesetzt, die auch die Arbeitspakete für diese Liegezeit definiert hat. Während des Checks in Hamburg werden umfangreiche Kontrollen an der Flugzeugstruktur vorgenommen und notwendige Reparaturen durchgeführt.  

Für ihre wissenschaftliche Aufgabe wurde die SOFIA umfangreich modifiziert, unter anderem mit speziellen elektronischen Systemen und einer rund vier mal sechs Meter großen Teleskopluke im Rumpf. Das Flugzeug ist zudem während seiner Einsätze großen Belastungen ausgesetzt. Eine besondere Herausforderung während des Checks wird die Reparatur eines zusätzlichen Druckschotts, das bei der Umrüstung des Flugzeugs in ein Observatorium ergänzt wurde. Um Zugang zu schaffen, müssen dafür auch Einbauten verschoben werden.

SOFIA war bereits 2014 für eine reguläre Grundüberholung (D-Check) bei Lufthansa Technik in Hamburg. „Damals wie heute war die große Erfahrung der Lufthansa Technik mit Flugzeugen des Typs Boeing 747SP ausschlaggebend. Wir sind froh, das Flugzeug wieder in die erfahrenen Hände der Lufthansa Technik zu geben“, sagt Heinz-Theo Hammes, SOFIA-Projektleiter des DLR. Vom Typ Boeing 747SP („Special Performance“) sind weltweit nur noch wenige Flugzeuge in Betrieb. Lufthansa Technik ist das einzige Unternehmen in Europa, das technische Arbeiten an diesem Flugzeugtyp durchführen darf.

Eddie Zavala, Programmleiter der NASA für SOFIA, ergänzt: „Wir waren bereits 2014 tief beeindruckt von der hohen Arbeitsqualität und der Expertise der Mitarbeiter von Lufthansa Technik. Es ist das richtige Unternehmen, um bei der umfassenden Wartung des Observatoriums in unserer einzigartigen und hochspezialisierten 747SP die besonderen Anforderungen von NASA und DLR zu erfüllen. Wir freuen uns sehr darauf, die Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik fortzuführen.“

„Es ist für uns alle etwas ganz Besonderes, an diesem herausragenden und technologisch anspruchsvollen Flugzeug zu arbeiten“, sagt Sven Hartje, Projektleiter von Lufthansa Technik. „Wir freuen uns auch wieder auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vertretern der NASA, des DLR und des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) der Universität Stuttgart.“

 

Der Lufthansa Technik Konzern ist mit rund 35 Tochter- und Beteiligungsunternehmen einer der weltweit führenden Anbieter flugzeugtechnischer Dienstleistungen. Mehr als 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den international zertifizierten Instandhaltungs-, Herstellungs- und Entwicklungsbetrieb tätig. Das Angebot von Lufthansa Technik umfasst das gesamte Service-Spektrum für Verkehrs- und VIP-/Special Mission-Flugzeuge, Triebwerke, Komponenten und Fahrwerke in den Bereichen digitale Flottenbetreuung, Wartung, Reparatur, Überholung, Modifikation, Ausstattung und Umrüstung sowie die Herstellung von innovativen Kabinenprodukten.


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Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni.stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632
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