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SOFIA-Überblick

Das Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie (SOFIA), eine umgebaute Boeing 747 SP mit einem 2,7 m Teleskop an Bord, ist eine fliegende Sternwarte. Im November 2010 haben die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen stattgefunden. Sobald der Routinebetrieb aufgenommen wurde, wollen Astronomen dann mehrmals wöchentlich mit SOFIA abheben, um zum Beispiel die Entstehung junger Sterne und Planetensysteme zu beobachten oder das Zentrum unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, genauestens zu untersuchen.

Das infrarote Licht dieser Objekte, für das sich die Wissenschaftler besonders interessieren, ist vom Boden aus nur eingeschränkt zu empfangen, da insbesondere der Wasserdampf in der Erdatmosphäre für diese Strahlung unpassierbar ist. In einer Flughöhe von etwa 13 Kilometern ist der Einfluss der Erdatmosphäre vernachlässigbar und somit der Weg frei für die Beobachtung der infraroten Strahlung astronomischer Objekte.

Das Teleskop wurde im Auftrag des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von der deutschen Industrie unter der Federführung von MT-Aerospace und Kayser Threde entwickelt und angefertigt. Gemeinsam haben die US-Amerikanische National Aeronautics and Space Administration (NASA) und das DLR diese einzigartige Beobachtungsplattform entwickelt und wird es ebenso gemeinsam betreiben.