Die vier deutschen Lehrer vor ihrem ersten SOFIA Flug

February 5, 2014 /

Vier deutsche Lehrer gehen mit SOFIA in die Luft

Gleich vier deutsche Lehrer sind am Abend des 4. Februar in Palmdale, Kalifornien, mit SOFIA zu einem Forschungsflug abgehoben. Mit dabei waren neben Sven Hanssen vom Gottlieb-Daimler Gymnasium in Stuttgart -Bad Cannstatt auch seine drei Lehrerkollegen Jörg Dewitz (Gymnasium Marne, Schleswig-Holstein), Olaf Hofschulz (Einstein-Gymnasium, Neuenhagen, Brandenburg) und Uwe Schierhorn (Friedrich-Schiller-Gymnasium, Königs Wusterhausen, Brandenburg).

Gleich vier deutsche Lehrer sind am Abend des 4. Februar in Palmdale, Kalifornien, mit SOFIA zu einem Forschungsflug abgehoben. Mit dabei waren neben Sven Hanssen vom Gottlieb-Daimler Gymnasium in Stuttgart -Bad Cannstatt auch seine drei Lehrerkollegen Jörg Dewitz (Gymnasium Marne, Schleswig-Holstein), Olaf Hofschulz (Einstein-Gymnasium, Neuenhagen, Brandenburg) und Uwe Schierhorn (Friedrich-Schiller-Gymnasium, Königs Wusterhausen, Brandenburg). Seit Dezember 2013 haben sie sich auf ihren SOFIA-Mitflug vorbereitet, um  am vergangenen Sonntag in Begleitung von Antje Lischke-Weis vom DSI nach Kalifornien zu reisen. Am Montag fanden zunächst diverse Führungen am DAOF (Dryden Aircraft Operation Facility) in Palmdale und die Sicherheitseinweisung für den Flug an Bord von SOFIA statt. Bei einem ersten Besuch von SOFIA konnten die vier Physiklehrer die fliegende Sternwarte schon mal persönlich in Augenschein nehmen.
 

Am Vormittag des 4. Februar konnten sich alle Teilnehmer ausruhen und Kraft für die bevorstehenden zehn Stunden nächtlicher Beobachtung sammeln. Um 15:15 Uhr begann die Flugmission GREAT OC1 J Flight 143 offiziell mit dem sogenannten „Mission Briefing“. Hierbei wurden die Ziele der Mission noch einmal zusammengefasst und die Einsatzfähigkeit aller Komponenten des Observatoriums abschließend bestätigt. Um 16:30 Uhr waren alle Teilnehmer an Bord und „Mission Director“ Charlie Kaminski konnte den Start für SOFIA freigegeben. „Es ist großartig, dass ich nach so vielen Jahren, in denen ich dieses Projekt schon als Partnerschullehrer begleitet habe, jetzt bei einem SOFIA Flug dabei sein kann“, freut sich Sven Hanssen auf seinen ersten SOFIA-Mitflug.

Pünktlich um 17:15 Uhr Ortszeit hob SOFIA in Richtung Ost-Nordost ab, um zügig mit den astronomischen Beobachtungen zu beginnen. Als wissenschaftliches Instrument war in dieser Nacht GREAT, der „ German REceiver for Astronomy at Terahertz frequencies“, montiert.
 

 Die wissenschaftlichen Beobachtungen dieses Fluges befassten sich mit den unterschiedlichsten Fragestellungen: So wurden zunächst die Kühlungsprozesse in der elf Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxie IC342 im Sternbild Giraffe anhand charakteristischer Linien des ionisierten Kohlenstoffs (CII) und Stickstoffs (NII) untersucht. Daraus können Astronomen Schlussfolgerungen über den Energiehaushalt und somit die Weiterentwicklung dieser Galaxie ziehen. Ebenfalls sollte die Entstehung von Sternen der nächsten Generation in unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, am Beispiel der Überreste der Supernova IC443 – auch bekannt als Quallennebel – ergründet werden. Die Stoßfronten dieser Explosion breiten sich in die umgebende Molekülwolke aus und beeinflussen somit stark den Entstehungsprozess nachfolgender Sterne.
 

 
Lehrer an der EPO Konsole
Jörg Dewitz und Sven Hanssen verfolgen die Bewegungen des Teleskops
am Bildschirm der Lehrerkonsole.

Lehrer an der EPO Konsole
Jörg Dewitz, Uwe Schierhorn (hinten v.l.),
Olaf Hofschulz und Sven Hanssen (vorne v.l.) verfolgen die Bewegungen
des Teleskops am Bildschirm der Lehrerkonsole.


An der speziell für die mitfliegenden Lehrer eingerichteten Konsole können technische Details über die Bewegungen und Einstellungen des Teleskops nachvollzogen und der anvisierte Himmelsausschnitt beobachtet werden. „Allein der komplexe Vorgang der Teleskopausrichtung und Nachführung ist faszinierend“, stellt Uwe Schierhorn beeindruckt fest.                   



Nach planmäßiger Landung um 03:02 Uhr Ortszeit am Morgen des 5. Februar fuhren die vier deutschen Lehrer erschöpft, aber sichtlich zufrieden in ihr Hotel, um ein wenig Schlaf nachzuholen. Denn schon am Abend werden Sie erneut mit SOFIA abheben und weitere Forschungs-Highlights hautnah miterleben. Olaf Hofschulz und Jörg Dewitz sind sich einig: „Es gibt nichts Spannenderes als so unmittelbar an aktueller Forschung teilhaben zu können.“

          

     
Contact
Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni.stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632
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