SOFIA ist bereit für die diesjährige Beobachtungskampagne in Neuseeland

June 8, 2016 /

SOFIA ist bereit für die diesjährige Beobachtungskampagne in Neuseeland

Am Montag, den 6. Juni ist SOFIA um 11:35 Ortszeit in Christchurch, Neuseeland gelandet, um in den nächsten acht Wochen in 25 Flügen den Südhimmel zu beobachten. Bereits am Samstag, den 4. Juni ist SOFIA in Palmdale, Kalifornien gestartet und mit einem Zwischenstopp in Honolulu nach Christchurch, Neuseeland geflogen. Auf dem dortiegen Stützpunkt der amerikanischen National Science Foundation für ihr Antarktis-Programmwird SOFIA bis zum 25. Juli stationiert sein. Das Ferninfrarot Spektrometer FIFI-LS (Field-Imaging Far-Infrared Line Spectrometer) der Universität Stuttgart ist in diesem Jahr das erste Mal in Down Under dabei, während das deutsche Ferninfrarotspektrometer GREAT (German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) bereits zum drittem Mal in Christchurch zum Einsatz kommt. Das US-amerikanische Instrument FORCAST (Faint Object InfraRedCAmera for the SOFIA Telescope) kommt nach 2015 das zweite Mal bei einer Neuseelandkampagne zum Zug. Während des Fluges auf die Südhalbkugel waren FIFI-LS und FORCAST in speziellen Transportvorrichtungen im Rumpf der Boeing 747SP verstaut. GREAT war bereits bei den letzten Forschungsflügen im Mai von Palmdale aus am Instrumentenflansch des Teleskops montiert wird auch die ersten Beobachtungen in Neuseeland durchführen.

Am Montag, den 6. Juni ist SOFIA um 11:35 Ortszeit in Christchurch, Neuseeland gelandet, um in den nächsten acht Wochen in 25 Flügen den Südhimmel zu beobachten. Bereits am Samstag, den 4. Juni ist SOFIA in Palmdale, Kalifornien gestartet und mit einem Zwischenstopp in Honolulu nach Christchurch, Neuseeland geflogen. Auf dem dortiegen Stützpunkt der amerikanischen National Science Foundation für ihr Antarktis-Programm wird SOFIA bis zum 25. Juli stationiert sein. Das Ferninfrarot Spektrometer FIFI-LS (Field-Imaging Far-Infrared Line Spectrometer) der Universität Stuttgart ist in diesem Jahr das erste Mal in Down Under dabei, während das deutsche Ferninfrarotspektrometer GREAT (German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) bereits zum drittem Mal in Christchurch zum Einsatz kommt. Das US-amerikanische Instrument FORCAST (Faint Object InfraRedCAmera for the SOFIA Telescope) kommt nach 2015 das zweite Mal bei einer Neuseelandkampagne zum Zug. Während des Fluges auf die Südhalbkugel waren FIFI-LS und FORCAST in speziellen Transportvorrichtungen im Rumpf der Boeing 747SP verstaut. GREAT war bereits bei den letzten Forschungsflügen im Mai von Palmdale aus am Instrumentenflansch des Teleskops montiert wird auch die ersten Beobachtungen in Neuseeland durchführen.

FIFI-LS macht Inventur im Galaktischen Zentrum
FIFI-LS kann großflächige Kartierungen ausgedehnter Molekülwolken vornehmen und wird insbesondere die Elemente Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff in Sternentstehungsgebieten und im interstellaren Medium, dem Raum zwischen den Sternen, sowohl in unserer Milchstraße aber auch in anderen Galaxien beobachten. „Damit können wir erstmals eine detailgetreue Inventur der Bedingungen in der Umgebung des galaktischen Zentrums durchführen“, erläutert Prof. Alfred Krabbe, Leiter des FIFI-LS-Instruments und des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) an der Universität Stuttgart. „Außerdem werden wir das riesige Sternentstehungsgebiet in der Großen Magellanschen Wolke untersuchen. Das geht nur von der Südhalbkugel aus.“

 
 

upGREAT erkundet ausgedehnte Molekülwolken Erstmals fliegt in Neuseeland neben GREAT auch die  verbesserte Version upGREAT. Bei upGREAT werdenstatt einem Detektor, wie bei Great, 14 Detektoren gleichzeitig verwendet. Diese sind auf zwei Felder verteilt und können daher wesentlich schneller eine Molekülwolke kartieren. „Mit upGREAT erhöht sich die Leistungsfähigkeit und die Beobachtungseffizienz unseres Instruments in etwa um das Zehnfache,  und neue bislang unerforschte Frequenzbereiche werden erschlossen “, erläutert Dr. Rolf Güsten, der Leiter des upGREAT-Instruments vom Max-Planck Institut für Radioastronomie in Bonn. „Dieses Jahr reichen die Untersuchungen von der Kartierung des atomaren Sauerstoffs in den Magellanschen Wolken und im Galaktischen Zentrum zu Studien der Chemie protoplanetarer Scheiben und planetarischer Nebel, bis hin zur Detektion nach im Weltall bislang nicht nachgewiesenen Molekülen“, ergänzt Dr. Güsten.

FORCAST beobachtet extrem junge und alte Sterne
Bei seinen neun Einsätzen misst FORCAST bei kürzeren Wellenlängen als die Instrumente FIFI-LS und upGREAT und beobachtet insbesondere Staubscheiben um neu entstandene Sterne, aber auch die von alten Sternen und Supernovae ins Weltall zurückgeschleuderten Staubmassen.

„Die Qualität der wissenschaftlichen Daten, die wir in der Stratosphäre während neuseeländischer Winternächte gewinnen ist schwer zu überbieten“, meint Eddie Zavala SOFIA Programm Manager der NASA. „Ich freue mich auf eine weitere herausragende Beobachtungskampagne!“

Mehr als 100 Wissenschaftler, Ingenieure, Piloten und Techniker vom SOFIA Team – darunter allein 24 Kollegen und Kolleginnen  vom DSI – sind bis Ende Juli in Christchurch und sorgen für einen reibungslosen Betrieb des Observatoriums. Am 25. Juli soll SOFIA wieder nach Palmdale zurückfliegen. Nach einer Wartung des Flugzeugs und des Teleskops sollen dann ab Mitte August bis Ende 2016 weitere 40 Wissenschaftsflüge von Kalifornien aus durchgeführt werden.
 

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Kontakt: Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni-stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632

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