April 20, 2012 / Dörte Mehlert

Fliegende Sternwarte: Lufthansa Technik kooperiert mit Universität Stuttgart

Die Universität Stuttgart und Lufthansa Technik AG in Hamburg haben am 20. April einen Rahmenvertrag über die technische Beratung und Unterstützung des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) der Universität Stuttgart unterschrieben. Das DSI koordiniert den Betrieb der fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie) im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die erste Aktivität der Partner wird die Vorbereitung eines umfassenden technischen Checks von SOFIA sein, der voraussichtlich im Jahr 2014 durchgeführt werden soll.

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Von links nach rechts: Peter Isendahl, Product Sales Management VIP Handling,Claus-Peter Tödten, Sales Executive Key Account Regierungs- & Sonderflugzeuge, Walter Heerdt, Bereichsleitung Vertrieb & Marketing, Thomas Decher, Leiter VIP & Executive Jet Maintenance, Dr. Bettina Buhlmann, Kanzlerin der Universität Stuttgart, Prof. Dr. Alfred Krabbe, Leiter des DSI

 

Die Universität Stuttgart und Lufthansa Technik AG in Hamburg haben am 20. April einen Rahmenvertrag über die technische Beratung und Unterstützung des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) der Universität Stuttgart unterschrieben. Das DSI koordiniert den Betrieb der fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie) im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die erste Aktivität der Partner wird die Vorbereitung eines umfassenden technischen Checks von SOFIA sein, der voraussichtlich im Jahr 2014 durchgeführt werden soll.

SOFIA ist ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und des DLR. Die derzeit einzige fliegende Sternwarte weltweit kann in einer Flughöhe von 10 bis 13 Kilometern Beobachtungen in Wellenlängenbereichen durchführen, die aufgrund der Wasserdampfabsorption der Erdatmosphäre mit bodengebundenen Teleskopen nicht möglich sind.

Seit 2008 hält Lufthansa Technik bereits den Rahmenvertrag für die Instandhaltung und Modifikation an dem DLR-Forschungsflugzeug vom Typ Airbus A320. Die hier gemachten Erfahrungen im Umgang mit den besonderen Anforderungen an ein Forschungsflugzeug, sind nach Einschätzung der Uni Stuttgart die besten Voraussetzungen für die Unterstützung des SOFIA Projekts.

Das DSI ist insbesondere für den Betrieb des 17 Tonnen schweren Teleskops zuständig, das sich an Bord einer stark modifizierten Boeing 747SP – eine um etwa 14 Meter verkürzte Version der 747 – befindet. Die Ingenieure und Experten der Lufthansa Technik in Hamburg haben umfangreiche Erfahrung mit modifizierten und für Privat- und Regierungskunden umgebauten großen Verkehrsflugzeugen. „Eine 747SP mit einer solch anspruchsvollen technischen Ausstattung ist auch für uns etwas Besonderes und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Technikern und Ingenieuren des DSI“, sagt Dr. Hans Schmitz, Leiter VIP & Executive Jet Solutions bei Lufthansa Technik.

„SOFIA ermöglicht es Astronomen im Bereich infraroter Wellenlängen mit bisher unbekannter Flexibilität zu forschen. Die Herausforderungen eines solchen Forschungsplans haben mit denen eines Flugplans durchaus Ähnlichkeit. Die Expertise der Lufthansa Technik  können wir daher gut gebrauchen“, sagte Dr. Bettina Buhlmann, Kanzlerin der Universität Stuttgart.

Die erste Aufgabe der Lufthansa Technik innerhalb des geschlossenen Rahmenvertrages wird die Vorbereitung des DSI-Teams auf technische Arbeiten an diesem Flugzeug sein, die 2014 für SOFIA anstehen.

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