Leitung

Prof. Dr. Alfred Krabbe

Technology Advisor

Prof. Dr.-Ing. Jörg Wagner

Deputy SMO Director (Kalifornien)

Dr. Hans Zinnecker

Geschäftsleitung

Dr. Thomas Keilig

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Dörte Mehlert


Deutsches SOFIA Institut
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

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Fax +49 (0)711/685-63596

 


 

Teleskopeinbau

Nach Überführung des Teleskops von Deutschland in die USA

September 2002:

Nachdem das Teleskop in Deutschland fertiggestellt wurde, ist es nach Waco, Texas überführt worden. Unter der Federführung von L3-Communications Intergrated Systems wurde es in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des DSI und dem   DLR in das Flugzeug integiert. Für den Transport wurde es in drei Teile zerlegt: Den Teleskoprahmen, die Aufhängung und den Primärspiegel.

Klicken Sie hier, um Details über den Teleskopbau in Deutschland zu erfahren.

 



Die Boeing 747 SP wurde von den amerikanischen Ingenieuren bereits modifiziert, indem eine Öffnung für das Teleskop in den Rumpf geschnitten wurde und dieser Bereich von der eigentlichen Kabine durch ein großes Druckschott getrennt wurde, welches auf dem Bild als großer grün-gelber Ring mit Löchern zu erkennen ist und auch zur Befestigung der Teleskop-Aufhängung dient.
1. Einbau der Aufhängung

Ein speziell für diese Aufgabe modifizierter Kran trägt die Aufhängung für das Teleskop zum Flugzeug.
Für den eigentlichen Einbau muss noch ein zweiter Kran helfen


Am Schott werden Fixierungspunkte zur Stabilität der Aufhängung angebracht.
Dies ist der schwierigste Teil der Arbeit.
Damit die Aufhängung exakt in den Flugzeugrumpf eingebracht werden kann, müssen zwei Kräne die etwa 9300 kg schwere Last stabilisieren.
 
Nachdem die Teleskop-Lagerung sich nun im Flugzeug befindet, muss sie hier besonders fest verschraubt werden.
Januar 2003:

Geschafft !
Tom Bonner - SOFIA Projekt Manager- begutachtet erleichtert die Arbeit.
Bevor als nächstes der schwere Teleskoprahmen eingebaut wird, muss das Flugzeug wieder auf das eigene Fahrwerk gestellt werden (Downjacking), um die zusätzliche Last optimal zu verteilen.




Mai 2003

2. Einbau des Teleskoprahmens

Nun muss im offenen Teil der Kabine der Teleskoprahmen - die sogenannte Metering Structure - an die Aufhängung angebracht werden. Dabei muss diese exakt an das hier abgebildete Starframe befestigt werden, welches als Verbindungsstück zwischen dem Rahmen und dem Nasmyth-Tubus dient.
Der 750 kg schwere Teleskoprahmen wird dazu vorsichtig mit Hilfe eines Kranes in die Rumpföffnung eingelassen.


Nachdem sich die Metering Structure nun im Flugzeug befindet, wird sie an dem Starframe befestigt, um vom Nasmyth-Tubus und damit von der Aufhängung getragen werden zu können.


Juli 2003

3. Einbau des Primärspiegels

Der Primärspiegel als größter der drei verwendeten Spiegel, wird nun in den Teleskoprahmen eingebracht. Zunächst wird er auf einem speziellen Wagen zum Flugzeug gerollt (hier die Seitenansicht).


Da der Spiegel nun am Flugzeug angekommen ist, muss er an dem Kran befestigt werden.
Dieser hebt jetzt den 1680 kg schweren und 2,7 m durchmessenden Primärspiegel zum Flugzeugrumpf.
Der Spiegel befindet sich jetzt innerhalb des Flugzeugs, muss allerdings noch an dem Rahmen festgemacht werden.
Der Spiegel wurde nun befestigt und ist eingebaut. Noch ist er allerdings aus Schutzzwecken mit einer roten Plane bedeckt, da er sehr empfindlich auf äußere Einflüsse reagiert.
Aus dieser Perspektive in die Teleskopkabine, sieht man die gesamte Teleskopstruktur mit dem Primärspiegel (rot) und der Weitwinkel-Kamera mit ihrer Aluminium-Abdeckung auf der 8-Uhr-Position des Teleskoprings.
Teleskopstruktur, die in das Innere der bedruckten Kabine ragt. Erkennbar ist die Öffnung des Nasmyth-Tubus - zum Schutz noch mit Folie bedeckt - und der Flansch zur Befestigung der wissenschaftlichen Instrumente.
Durch Befüllen der Lagerung mit Öl ist ein Film von 30 µm Dicke entstanden, der die nahezu reibungslose Bewegung des Teleskops ermöglicht.
Dezember 2003:

Bild zweier Laser an der Hangardecke, aufgenommen mit der Weitwinkelkamera auf der Tragestruktur. Damit wird die Nachführung und die Kameraorientierung zum ersten Mal getestet.