Leitung
Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Assistenz
Barbara Klett

Geschäftsleitung
Dr.-Ing. Thomas Keilig

Deputy SMO Director (Kalifornien)
N.N.

Standortleiter AFRC & SOFIA Teleskop Manager
Dipl.-Ing. Michael Hütwohl

Standortleiter ARC & und Facility Scientist
Dr. rer. nat. Jürgen Wolf

Technology Advisor
Prof. Dr.-Ing. Jörg Wagner

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. rer. nat. Dörte Mehlert


Deutsches SOFIA Institut
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 (0)711/685-62379
Fax +49 (0)711/685-63596

 

DSI Team mit NASA Group Achievement Award ausgezeichnet

18. Juli 2017; Dörte Mehlert (mehlert@dsi.uni-stuttgart.de)

Gruppenfoto
Karsten Schindler, Friederike Graf, Jürgen Wolf, Enrico Pfüller,
Sebastian Colditz, Michael Lachenmann und Manuel Wiedemann
vom DSI sind am NASA Ames Research Center in
Mountain View, Kalifornien tätig (Copyright: DSI).

Die NASA hat das siebenköpfige DSI Team um Jürgen Wolf, das im SOFIA Science Center des NASA Ames Research Center (ARC) arbeitet, für seinen außerordentlichen Beitrag zur Leistungssteigerung des SOFIA Observatoriums ausgezeichnet. Am 27. Juni haben Sebastian Colditz, Friederike Graf, Michael Lachenmann, Enrico Pfüller, Karsten Schindler, Manuel Wiedemann und Jürgen Wolf den NASA Group Achievement Award für die Entwicklung und Integration des neuen Focal Plane Imagers Plus (FPI +), der wichtigsten Nachführkamera von SOFIA, überreicht bekommen.


 
Urkunde
Der NASA Group Achievement Award für das DSI Team
am NASA Ames Research Center (Copyright: DSI).

In der Begründung heißt es: „Der neue FPI + hat die Nachführempfindlichkeit, die Beobachtungseffizienz und die wissenschaftlichen Möglichkeiten der fliegenden Sternwarte maßgeblich verbessert. Der Erfolg von SOFIA wäre ohne die herausragenden Leistungen des DSI Teams am NASA Ames Research Center nicht möglich.“






FPI+
Der Focal Plane Imager + montiert am SOFIA Teleskop
(Copyright: DSI).

Die neue Kamera hat gegenüber dem Vorgängermodell eine 100-fach höhere Empfindlichkeit und findet damit fast am gesamten Himmel (99%) geeignete Leitsterne bis zur 17-ten Größe (m v = 17 mag). SOFIA Beobachtungen werden damit deutlich effizienter; es stehen jährlich etwa 50 Beobachtungsstunden mehr zur Verfügung. In ihrem schnellen Betriebsmodus mit bis zu 400 Bildern pro Sekunde, dient der FPI + auch zur Charakterisierung des SOFIA Teleskops, insbesondere seiner Lagestabilität und Bildqualität im Flug.


Lichtkurve
Die Lichtkurve der Sternbedeckung durch Pluto am 29. Juni 2015.
Die Variationen sind keine Fehler, sondern echte Strukturen
der Atmosphäre des Zwergplaneten (Copyright: DSI / SOFIA).

Seit Februar 2016 steht der FPI + Astronomen aus aller Welt als Wissenschaftsinstrument an Bord von SOFIA zu Verfügung. Als schnelles und hochempfindliches astronomisches Photometer ist er besonders für Beobachtungen von Sternbedeckungen durch Kleinkörper unseres Sonnensystems geeignet. So geschehen bei Sternbedeckungen durch Pluto, bei denen wertvolle Informationen über die Atmosphäre des Zwergplaneten gesammelt wurden, und ganz aktuell, am 10. Juli im südlichen Pazifik nahe Samoa. Hier bedeckte das Trans-Neptunische Objekt (TNO) 2014 MU69 einen Stern. Das Wissenschaftsteam der Raumsonde New Horizons hat die Gelegenheit genutzt, um die Umgebung von MU69 mit dem FPI + auf umherfliegende Bruchstücke zu untersuchen, die die Raumsonde bei ihrem Vorbeiflug am 1. Januar 2019 gefährden könnten.
Das nächste spektakuläre Beobachtungsziel des FPI + wird eine Sternbedeckung durch den Neptunmond Triton am 5. Oktober 2017 sein. Von Florida aus startend wird SOFIA über dem Atlantik so nahe wie möglich an die Zentrallinie des Tritonschattens fliegen und die Lichtkurve der Bedeckung mit drei Instrumenten aufnehmen. Gleichzeitig mit dem FPI + werden die Instrumente HIPO und FLITECAM messen. Die Analyse der Lichtkurven soll Erkenntnisse zu Aufbau und physikalischem Zustand der Atmosphäre des Neptunmondes liefern.

Urkundenübergabe
Eugene Tu, Center Director des NASA Ames Research Center,
überreicht Jürgen Wolf den NASA Group Achievement Award
(Copyright: DSI).

"Wir freuen uns sehr, dass die Arbeiten unseres Teams am Ames Research Center von der NASA so anerkannt werden“, sagte Jürgen Wolf, Standortleiter des DSI am ARC. „Wir danken dabei auch unseren DSI Kollegen und Kolleginnen am NASA Armstrong Flight Research Center in Palmdale, die uns bei der Integration und Inbetriebnahme der neuen Kamera im Observatorium maßgeblich unterstützt haben“. Die Weiterentwicklung des FPI + zum Wissenschaftsinstrument wurde in enger Kooperation mit den amerikanischen Kollegen vom SOFIA Science Center umgesetzt. „Dank gebührt auch den Kollegen und Kolleginnen am DSI in Stuttgart sowie bei der DLR Raumfahrtagentur, die die Arbeiten zur Verbesserung der SOFIA Nachführkameras initiiert, begleitet und unterstützt haben."

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Kontakt: Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni.stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632

SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Fond: 50OK0901 und 50OK1301) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.