Leitung
Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Assistenz
Barbara Klett

Geschäftsleitung
Dr.-Ing. Thomas Keilig

Deputy SMO Director (Kalifornien)
Dr. rer. nat Bernhard Schulz

Standortleiter AFRC & SOFIA Teleskop Manager
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Standortleiter ARC & und Facility Scientist
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Technology Advisor
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Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. rer. nat. Dörte Mehlert


Deutsches SOFIA Institut
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

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SOFIA veröffentlicht neue Karte vom Pferdekopfnebel im Orion

31. März 2016; Dörte Mehlert (mehlert@dsi.uni-stuttgart.de)

Der Pferdekopfnebe
Eine Aufnahme des Pferdekopfnebels im Palomar Sky Survey
(POSS-red). Der rote Kasten markiert den Bereich, der mit SOFIA und
upGREAT beobachtet wurde.

Das SOFIA Wissenschaftlerteam hat eine neue Karte des Pferdekopfnebels, einer interstellare Wolke im Sternbild Orion, veröffentlicht.
Diese neue Karte wurde aus 100 Einzelaufnahmen des Nebels zusammengesetzt, die jeweils Kohlenstoffatome bei verschiedenen Geschwindigkeiten gemessen haben. Jede Stelle dieser Karte repräsentiert ein infrarotes Spektrum des dort vorkommenden Gases und Staubes. Mit diesen Daten können Astronomen die Dynamik, Chemie, Temperaturen und Geschwindigkeiten innerhalb des Nebels detailliert untersuchen.

upGREAT Karte vom Pferdekopfnebel
Eine animierte Karte des Pferdekopfnebels, die die 100 Einzelaufnahmen
der Reihe nach zeigt (für Animation - klicken). Die gelben und weißen
Bereiche weisen die intensivste Strahlung der Kohlenstoffatome auf.
Credits: NASA/DLR/USRA/DSI/SOFIA/GREAT Consortium

„Das SOFIA Team ist hoch erfreut diese neuen Daten der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen“, sagt Erick Young, der Direktor des wissenschaftlichen Betriebszentrums von SOFIA. „Der Pferdekopfnebel im Orionsternbild repräsentiert eine klassische Erscheinung des interstellaren Mediums und ist somit ein erstklassiger Ort, Sternentstehungsprozesse zu untersuchen."

Gewonnen wurden diese Daten mit dem deutschen Instrument upGREAT, der neuen Version des German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies. Dieser neue Empfänger verwendet gleichzeitig 14 Detektoren, wodurch die Effizienz des SOFIA Observatoriums drastisch gesteigert werden konnte. Vor der Verbesserung des Instrumentes hätte die Aufnahme dieser Karte mehr als 200 Stunden Beobachtungszeit benötigt. Dank der neuen, hohen Empfindlichkeit von upGREAT konnte sie in nur vier Stunden gewonnen werden.

   





Der komplette Datensatz ist frei auf dem SOFIA Science Center’s Datenarchiv verfügbar: https://www.sofia.usra.edu/Science/proposals/DDT/Horsehead_Nebula.html


 upGREAT, der weiterentwickelte „German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies“, wurde durch ein Konsortium deutscher Forschungsinstitute (Max-Planck-Institut für Radio­astrono­mie Bonn und KOSMA/Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Planeten­for­schung) entwickelt und gebaut. Projektleiter für GREAT (PI) ist Rolf Güsten (MPIfR); als stell­vertre­tende Projektleiter (Co-Is) sind Jürgen Stutzki (Univ. Köln) und Heinz-Wilhelm Hübers (DLR, Berlin-Adlershof) beteiligt. Die Entwicklung des Instruments ist finanziert mit Mitteln der beteiligten Institute, der Max-Planck-Gesellschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des DLR.

 
Kontakt: Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni.stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632

SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Fond: 50OK0901 und 50OK1301) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.