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Die Entwicklung massiver Sterne in der Nähe des Galaktischen Zentrums

10. Januar 2014; Dörte Mehlert (mehlert@dsi.uni-stuttgart.de)

Die Entwicklung massiver Sterne in der Nähe des Galaktischen Zentrums

Auf dem 223. Treffen der „American Astronomical Society“, das vom 6. – 10. Januar 2014 in Washington, DC, stattgefunden hat, präsentierte Ryan Lau von der Cornell University zusammen mit seinen Kollegen SOFIA Beobachtungen von variablen, extrem hellen Sternen (LBV – Luminous Blue Variable stars) nahe des galaktischen Zentrums. Diese seltenen Sterne sind etwa 100 mal schwerer als unsere Sonne und ändern ihre Größe – und entsprechend ihre Helligkeit – unregelmäßig auf astronomisch kurzen Zeitskalen und verlieren dabei kontinuierlich Masse. Dieses ausströmende Gas bildet eine dichte, undurchsichtige Schale, einen Nebel, um den zentralen Stern.
Abbildung 1: Die zwei hellen, blaue variable Sterne „Pistol Star“ und LBV3 nahe einem Sternen-
haufen des galaktischen Zentrums (Lau et al, FORCAST Camera).

Lau und seine Kollegen beobachteten die beiden massiven Sterne „Pistol Star“ und LBV3 in der Nähe des Milchstraßenzentrums mit Hilfe der „Faint Object Infrared Camera for the SOFIA Telescope“ (FORCAST; P.I. Terry Herter, Cornell). Abbildung 1 zeigt die Kombination aus drei Einzelbildern, die bei Wellenlängen von 25, 31 und 37 Mikrometern aufgenommen wurden. Die Forscher vergleichen in ihrer Arbeit die Eigenschaften und Strukturen der beiden Stern-Nebel, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Während der „Pistol Star“ Nebel deutlich durch sie Strahlung und Winde der benachbarten Sterne des Quintuplethaufens verzerrt und beeinflusst wird, kann sich der vergleichsweise isolierte Stern-Nebel LBV3 ungehindert ausdehnen. Lau und seine Mitstreiter gehen mit Ihrer Forschung unter anderem der Frage nach, wie der gegenseitige Einfluss benachbarter Sterne ihre Entwicklung und somit ihre ursprüngliche Form verändert. Weitere Informationen unter

http://www.sofia.usra.edu/News/news_2014/01_09_14/index.html

Kontakt: Dörte Mehlert, Email: mehlert@dsi.uni.stuttgart.de; Tel.:0711 - 685-69632
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SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Fond: 50OK0901 und 50OK1301) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.